Michael gleich Michael?

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Zu Besuch bei Post House. Am späten Nachmittag bei immer noch 30 Grad treffen wir auf dem Weingut ein. Im Hof wartet der Besitzer Nick Gebers, ein kräftig gebauter, sympatischer Mann mit offenem Lächeln, und begrüßt unsere Gruppe. Bert stellt mich ihm vor – ‚ this is Michael, he’s working in my company‘. Nick schaut mich verwundert an und sagt: ‚no, he’s not Michael?‘ und sieht fragend zu Bert. Der lacht und sagt: ‚o.k. he is another Michael, not Michael Weiss from last year‘ – beide lachen als Bert eine Handbewegung betreffend unserer unterschiedlichen Figur macht.

Die eigentliche Überraschung kommt für mich dann allerdings im Keller. In früheren Jahren war ich viel in Norditalien und in Frankreich unterwegs und kenne aus klassischen Weinbauregionen wie der Rhone, dem Burgund und dem Piemont die großen, oben offenen Bottiche aus Holz, in denen die großen Côtes du Rhone Villages-, die langlebigen Pommard- und die extraktreichen Barolo-Weine vergoren werden. Und hier das Ganze aus Edelstahl, aber sonst alles genauso wie in der alten Welt, hemdsärmelig mit minimalem Einsatz von Technik, traditionell.
Jetzt wurde mir klar, warum die Weine von Nick Gebers so schmecken, wie sie eben schmecken. Kräftig, würzig, oft mit einer wilden Aromenvielfalt und Tiefe, um den Gaumen dann mit viel Wärme zu füllen und und mit enormer Länge zu verwöhnen. Meine Favoriten sind nach diesem Abend der Black Mail Merlot und der Penny Black.

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